Flämische Beginenhöfe: versteckte Perlen

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Der Beginenhof von Leuven: so schön wie in Brügge und kein Massentourismus


© Toerisme Vlaams-Brabant


Die meiste Touristen kennen den schönen Beginenhof von Brügge, weil sie alle unbedingt die Unesco Weltkulturerbe Stadt Brügge besuchen wollen. Vom Busparkplatz folgen die Gruppen wie in einer Prozession die jeweilige Reiseleiter. Diese versuchen mit Regenschirmen, Nationalflaggen oder Sonnenblumen über dem Kopf ihre Gäste durch das touristische Gewirr zu lotsen. Alle folgen dem gleichen Weg und bestürmen daher als erstes den Beginenhof. Vergebens steht da am Eingang ein Schild das in mehrere Sprachen um Ruhe bittet, weil dieser Beginenhof ist ein Nonnenkloster. Mal von Ruhe und Umgebung genießen ist da einfach unmöglich. Der Besuch am Beginenhof dauert bei solchen Touren auch maximal 4 Minuten. Die Reiseleiter müssen innerhalb zwei Stunden alle Höhepunkte und Wunder die die Reiseveranstalter in ihren Broschuren versprochen haben abhaken.

Da habe ich für Sie doch einen Tipp: besuchen Sie (auch) einen anderen Beginenhof: zum Beispiel den von Leuven. Dieser Beginenhof ist kein Kloster. Er gehört der Universität und daher wohnen viele Professoren und Studenten dort. Man würde Begine werden um dort wohnen zu dürfen.

Viele individuelle Besucher und Gruppen aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz müssen fast zwangsläufig an Leuven vorbei fahren wenn sie die Autobahn von Luxemburg nach Brüssel folgen. Leuven hat übrigens viel mehr zu bieten als rein diesen schönen Beginenhof: das Rathaus und die Petruskirche sind Juwelen. Leuven ist im Ausland leider (oder glücklicherweise ?) zu wenig bekannt. Wie Gent ist es eine progressive, lebhafte Studentenstadt.






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