Belgien liefert Sand in die Wüste

für Pferde- und Kamelrennen


Ultrafeiner Quarzsand aus einer belgischen Sandgrube wird weltweit an Reitplätze geliefert. Selbst in den Golfstaaten mitten in der Wüste wird belgischer Sand importiert. Die Feinkorngröße beträgt ca. 0,17 mm und ist daher viel kleiner als der für die Glasindustrie verwendete Sand. Da der Sand aus einer Grube stammt, ist die äußere Kornform viel weniger rund als der aus einem Fluss oder einer Oberflächenschicht gewonnene Sand. In einem Fluss oder einer Wüste werden die Körner durch Erosion abgerundet. Die runde Form der Sandkörner würde die Reitpiste für die Pferde viel zu rutschig machen.



Das Vorhandensein von sehr reinem und feinem Quarzsand wurde in der Region "Kempen" (östlich der Stadt Antwerpen) beim Graben von Kanälen entdeckt. Die Firma Sibelco ist nicht an der Börse notiert, sondern in den Händen einer diskreten Familie, die ein Imperium auf der ganzen Welt aufgebaut hat. Die deutsche Quarzwerk Gruppe ist übrigens auch an Sibelco beteiligt. Diese Firmen sind ein Beweis dafür, dass mit Sand Geld verdient werden kann. Leider hat die Sibelco kürzlich aufgrund einer schlecht durchdachten Investition einen erheblichen Teil seines Wertes verloren. Die Firma beteiligte sich an einem Lieferanten von Quarzsand für den Schiefergassektor. Bis die Kunden gerade anfingen, einheimischen braunen Sand zu verwenden.


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