In Europe we trust

Aber vertrauen wir ihrer Elite?


Europäische Kommission Berlaymontgebäude Brüssel © Johan Dieleman


Der heutige 9. Mai ist der Europatag in Erinnerung an Robert Schumans Rede am selben Tag im Jahr 1950. Sieben Jahre später wurde die EWG getauft. Dieser Europatag findet aus mehreren Gründen wenig Beachtung. Erstens ist Europa der nationalistischen Haltung einer Reihe von Ländern zum Opfer gefallen, die Europa eher als Geldkuh als als Solidaritätsprojekt betrachten. Zweitens bricht Europa in einem mühsamen und bürokratischen Entscheidungsprozess zusammen. Drittens ist heute in den meisten Mitgliedstaaten Muttertag, und das hat offensichtlich Vorrang vor allen anderen politischen Überlegungen.

Herzlichen glückwunsch an alle Mutter!


Europa Parlament © Johan Dieleman


Ich bin zweifellos proeuropäisch, aber ich mache mir ein wenig Sorgen um die Zukunft der EU. Die zukünftige politische und bürokratische Elite Europas wird seit Jahrzehnten am Europakolleg in Brügge gebildet. Vielversprechende junge Leute studieren hier, von denen Sie hoffen, dass sie Verantwortung zeigen und sich als vorbildliche Menschen benehmen. Also nicht! Genau diese zukünftige europäische Elite hat während der Covid-Pandemie überhaupt keine Verantwortlichkeit oder Solidarität gezeigt. Die Polizei musste dreimal eingreifen wegen schwerwiegende Verstöße gegen die Covid-Maßnahmen. Sind diese verwöhnten und arroganten Jugendlichen die zukünftige europäische Elite?


Oh, werden Sie sagen: Sie sind junge Leute. Natürlich verdienen sie eine zweite Chance. Aber was ist mit den vielen europäischen Vertretern und Beamten, die in Brüssel heimlich feiern und so die belgische Bevölkerung ins Gesicht lachen. Nur eines von vielen Beispielen mitten in der Pandemie.



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Wenn auch der europäische Impfrhythmus deutlich zu wünschen lässt, sollten wir uns nicht wundern, dass der Europatag beim Mann auf der Straße kaum positive Gefühle hervorruft.


"In Europe we trust"


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