Rubens ‚in situ‘

der ‚wundersame Fischfang‘ in Mechelen


In Mechelen können Sie zwei Altargemälden von Rubens eintrittsfrei vor Ort bewundern. In der St Johanniskirche befindet sich eine Anbetung, worüber ich gerne später in einen anderen Beitrag berichte. In der Liebfrauenkirche wurde vor kurzem - also ‚in situ‘ - das andere Rubensgemälde restauriert: der wundersame Fischfang. Dieses Gemälde liegt mir besonders am Herzen, weil es ist in dieser Kirche dass ich vor vierzig Jahren mal ‚Ja‘ gesagt habe. Und später habe ich an vielen Sonntagen auf einige Meter von diesem Altargemälde der Fischverkäufer gesessen.


'Der wundersame Fischfang' Liebfrauenkirche Mechelen © Johan Dieleman

Rubens war persönlich nach Mechelen gekommen um vor Ort den Standort und den Lichteinfall zu schätzen. Er bekam dafür 1.600 Gulden von dem Fischverkäuferzunft die es für ihren Altar in dieser Kirch bestellten. Diese große Summe lässt bestimmte Kunsthistoriker behaupten dass der Meister alles selber malte. Ob es im Vertrag so festgelegt wurde bezweifele ich stark. Die Komposition wurde meistens vom Meister festgelegt und auch die Köpfe der Hauptfiguren waren oft seiner Hand. Die restliche Ausarbeitung war meistens die Leistung seiner Werkstätte. Der Meister gewährleistete dem Kunden gegenüber aber das Endergebnis. Hier und da korrigierte oder verbesserte Rubens natürlich die Ausarbeitung seiner Mitarbeiter. Die Ölfarbentechnik ist dazu sehr geeignet.



© Johan Dieleman

Ein anderer Grund warum ich bezweifele ob Peter Paul alles selber malte ist der rechte Flügel des Triptychons. Dieser stellt Tobias und den Engel dar. Die Köpfe von beiden haben solche feine fast feminine Züge dass sie möglicherweise von Anton Van Dyck sind. Van Dyck der als Porträtmaler seinem Meister mindestens gleich war. Vergleichen Sie mal mit seinen Selbstbildnissen und die Kreuzigung in der Kathedrale St Rombouts ebenfalls in Mechelen.


Ein anderer Grund warum ich bezweifele ob Peter Paul alles selber malte ist der rechte Flügel des Triptychons. Dieser stellt Tobias und den Engel dar. Die Köpfe von beiden haben solche feine fast feminine Züge dass sie möglicherweise von Anton Van Dyck sind. Van Dyck der als Porträtmaler seinem Meister mindestens gleich war. Vergleichen Sie mal mit seinen Selbstbildnissen und die Kreuzigung in der Kathedrale St Rombouts ebenfalls in Mechelen.


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